Der Hausdrache, für alle die Schwierigkeiten mit der Schwiegermama haben

In letzter Zeit mache ich mir immer mehr Sorgen um meine Ehe. Der Grund liegt nicht bei meinem Mann, sondern kriecht wie eine unhaltsame Bedrohung in unsere Ehe: durch meine Schwiegermutter. Ich war bis vor 2 Jahren der Meinung, die ganzen Geschichten über den Hausdrachen… die Witze über die „Böse Schwiegermutter”, wären nur Humbug… daher gesprochen, ohne wirklichen Grundwert; und nun, zwei Jahre später gehöre ich selbst zu den Menschen, bei denen das Wort „Schwiegermutter” ein Reizwort geworden ist und mir auch schon längst nicht mehr der Mund zum Schmunzeln steht. Für die meisten aber ist der Satz: „Ich habe Probleme mit meiner Schwiegermutter“, Stichwort zum Abwinken oder zu der Aussage: "Schwiegermutter - brauchst Du mir nichts zu erzählen, ich habe selber eine.“ Ernst genommen jedoch wird selten jemand mit diesem Problem. Auch herrscht bei uns eine wahre „Mütterlein“ Verklärtheit. Bei Stupedia habe ich die Beschreibung gefunden: Unter dem Begriff Schwiegermutter (mater schwiegris, auch geläufig als Drache) versteht man ein gemeingefährliches blutrünstiges Geschöpf. Es frisst gerne unwissende Ehefrauen, die ohne es zu wissen in die Fänge dieses Geschöpfs kommen, weswegen es auch gerne als "Schwiegertiger" bezeichnet wird. Es ist ständig auf der Jagd. Es ist ständig hungrig. Wie alle Tiere verlieren aber auch Schwiegermütter irgendwann ihre Zähne und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie einen auf die psychologische Art so richtig fertig machen. Seine Opfer lockt die Schwiegermutter gerne durch besonders ansprechende junge Männer an, welche so perfekt erscheinen, dass man sich in die Höhle des Löwen, nein, Tigers begibt. Wer sich einmal in den Klauen dieses Unwesens befindet, ist für immer verloren. Die typische Antwort auf die Frage "Was tust Du, wenn Deine Schwiegermutter auf Dich zugewankt kommt?" lautet: "Noch mal schießen!". Und ja, ich würde genauso handeln. Aber um meine Situation besser verständlich zu machen müsste ich erst die Kategorie meiner Qual bezeichnen und dann kurz an den Anfang zurück, damit mich nicht auch noch die Männerwelt missversteht und jeder einen besseren Blick bekommt, wie mich mein Hausdrache quält. Meine Schwiegermutter gehört der Kategorie: Mütter, die ihren Sohn als Mann-Ersatz herangezüchtet haben und beinhaltet auch Wesenzüge von Mütter die ihr/e Kind/er dressiert haben, ihre egoistischen Bedürfnisse zu befriedigen. Wie ich dies zu spüren bekomme? Nun… ich gehöre zu dem Prozentsatz „Üble Nachrede und Eifersucht seitens der Schwiegermutter”. Es gab viele Vorzeichen, nur war ich damals noch so naiv und gutgläubig, dass ich diese nicht sehen wollte. Und nun habe ich den Salat für meine Gutgläubigkeit. Damals vor zwei Jahren hatte sich mein Mann mit seiner Mutter wegen Missverständnissen verstritten und ich habe alles daran gesetzt um sie wieder miteinander zu versöhnen. Nein, da gab es noch etwas vorher. Als ich mit unserer älteren Tochter schwanger war hatte sie gerade ihr Mann verlassen,(zum Anmerken, der vierte; dass sagt doch auch schon viel aus). Sie hatte mehrere Kilos abgeworfen, was ihr nicht gerade schlecht kam, nur hatte sie kein Geld sich ne ganz neue Gadrobe anzulegen, daher dachte ich mir als Übergangslösung sollte sie einige meiner Klamotten nehmen, was sie natürlich mit großer Dankbarkeit auch tat. Nun, es kam die Zeit wo ich nicht mehr schwanger war, sondern glückliche junge Mutter einer gesunden Tochter, nur eben klamottenlos, da sich die liebe Dame nicht einmal daran erinnerte was sie sich „damals“ von mir ausgeliehen hätte. Na danke auch! In dieser Situation meinte mein Mann immer nur, dass sollten wir unter uns ausmachen. Und bei Gott… ich habe es versucht. Nein, sie hätte so viele Klamotten, ich müsste selbst suchen. Ach, die Sachen müssten irgendwo unter den Sommersachen sein, sie müsste mal ausmisten. Und ähnliche Ausreden waren an der Tagesordnung. Ist schon ätzend, wenn man seinen eigenen Kleidern nachlaufen muss, besonders wenn Du gerade ein Kind in die Welt gesetzt hast, ihr Enkelkind und sie steht dir so in dieser Situation gegenüber. Dann kam diese Auseinandersetzung, die bei Ihnen auf läppischen Missverständnissen beruhte. Und ich bekam einen Firmenwagen, dass ich alles ums Haus und meinem Mann beim erledigen von seinen Sachen helfen konnte. Meine Güte, ich hatte ein schlechtes Gewissen bei den neidischen Blicken die mir entgegensprühten, und auch da dachte ich mir nichts. Als ich auch noch ein Firmenhandy bekam und eine Kreditkarte fürs Tanken, war es irgendwie erreicht, ich war nicht mehr ihre liebe Kleine, sondern nur noch nicht wünschenswert. Das dauerte recht lange, diese Phase. Bis zu dem Punkt, als der Geschäftspartner seine Freundin raus warf, ein Auto frei wurde und sie dreist ihre Hand auf das Auto, die Tankkarte und das Firmenhandy legte… baff, dat war’s. Und ich sah da immer noch nicht hinter die Fassade.

20.4.10 15:22

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