Die Ungarn und andere Hungarikums

Ob sie nun von den Hunnen abstammen oder doch eher räuberische halbnomanische Stämme waren, und wie sie in den früheren Jahrhunderten sich verhielten... könnte uns eigentlich egal sein, aber die Faszination der Ungarn lässt einen manchmal nicht mehr los. Dieses arme Volk, entwickelte sich aus eigensinnigen, fast blutrünstigen Barbaren in immer wieder unterworfenen Bodenkriechern: erst die Herrschaft der Türcken 150 Jahre lang und danach kamen die Österreichische Monarchie zum Zuge.Es heißt auch immer, wie erfolgreich diese „Doppelmonarchie“ damals war... ich bin gespannt ob dies alle so sahen? Irgendwie spürt man immer wieder, dass Bandenkrieg auch untereinander herrscht, keiner kann wirklich entscheiden, was für die gesamte Gruppe gut ist, jedoch den anderen der gerade versucht etwas aus der Situation zu machen, den stürzten sie immer ganz schnell, dass nach diesem „Misserfolg“ der nächste mal seine 5 Minuten Regierungszeit verinnerlicht hält. Aber, ich will euch nicht langweilen mit historischer Sachlichkeit und eigener Meinung, ich möchte etwas anderes ansprechen, was die meisten Menschen vergessen: die Einzigartigkeit der Nationen zentralisiert in einzelnen Menschen! Sprechen wir hier einmal die Architektur an: zum Beispiel Miklós Ybl der das Opernhaus in Budapest erbaute, oder Mihály Pollack, der aus Österreich stammt. Imre Steindl errichtete das Parlamentsgebäude- auch eine interessante Geschichte, es gab eine Ausschreibung, dass Architekten Pläne für den Bau des Parlaments erstellen sollten und der Beste gewinnt, nun... es gab 3 Beste zwischen denen man sich nicht entscheiden konnte und so wurden zu guter Letzt alle 3 gebaut. Wer kann mir sagen welche 3 das sind? Ich warte!? Malerei. Wen interessieren verstorbene Künstler, wo doch noch die Lebenden auch große sind!? Jenő Barcsay, László Lakner und Aurél Bernáth. Oder auch Töreky Ferenc oder Budai Gisella. Ich könnte noch hunderte nennen. Oder der Roman Die Schicksalslosen, den schrieb ein Ungar und zwar Imre Kertész. Dafür erhielt er 2002 den Nobelpreis für Literatur! Oder Erfindungen: der Rubikwürfel, Streichhölzer... kennt ihr doch alle! Dat waren alles Ungarn, die unsere Dinge erfunden haben. Musik, Film... überall sind sie vertreten und haben gute Namen. Aber die Gastronomie, da sind sie unschlagbar. Was kümmert mich Pasta und Pizza, oder ein Sushi. Entweder bekomme ichs gut oder schlecht, aber bei diesem Volk habe ich noch nie wirklich schlecht gegessen!? Ich habe schon das letzte Mal einen kleinen Imbiss in Düsseldorf erwähnt: Paprika Company! Die Jungs kochen jeden Tag selber, alles frisch, ohne jegliche E's Von ner einfachen gut gewürzten Gulaschkanone bis zu immer wieder wechselnden Neuheiten haben Sie alles parat. Die beiden Jungs, Nandy und Gábor sind nicht nur immer allwetter- Sonnenscheine, nein, sie haben auch immer ein offenes Ohr. Obwohl ich mir sicher bin, dass sie eigentlich genug eigene Sorgen haben! Sie sind echte Hungarikums: einzigartig in der Idee und in der Umsetzung, ich bin tief von Ihnen begeistert! Ich habe bei den Jungs noch niemanden übers Essen meckern gehört, und ich lese super oft die Kritiken über sie... tja, die Jungs müssen schon etwas drauf haben, wenn Sie andauernd nur gelobt werden. Ach, und da ist noch etwas!? Die haben ein Lätzchen! Das Cartedli... dieses Cartedli hat einen eigenen Sinn und Zweck, der mich auch interessiert hat(tja, sorry, aber ich suche immer wieder in den Einzelheiten das Große). Was hatte nur dieses Cartedli so an sich? Ach, jetzt hab ichs!? Habt ihr schon einmal von einem Einweg-Latz gehört, der aus wieder verwerteten Papier hergestellt wurde? Ich nicht, klar habe ich ähnliches schon Mal gesehen, aber diesmal hab ich es auch ausprobiert. Erst kam ich mir etwas komisch vor, aber die meisten, die in ihrer Mittagspause dort beim Imbiss auftauchen ziehen es sich über ohne darüber nach zu denken. Toll, ich finde es super toll. Warum haben eigentlich nicht mehr Restaurants so etwas? Sollte man doch glatt mal so eine Umfrage starten?! Ich finde aber den Namen auch so cool: das Cartedli! Wäre gespannt was dazu ein echter Sachse sagen würde, oder ein echter eingesessener Bayer Ich sag nur dazu, wieder Mal habens uns die Ungarn bewiesen, klein aber fein … und immer präsent!!!

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Pech, Pannen, Pleiten

Pech, Pannen, Pleiten Ist es nicht schön an einem verkaterten Samstag morgen einmal ausgiebig Brunchen zu gehen?! Ich genieße diese Samstage, wo man faul im Lieblingscafé sitzt und sich versucht zusammenzuraffen. Meine Freundin sitzt mir gegenüber und fängt auf einmal zu prusten an. „Was denn nu?“ frag ich sie. „Mir ist eine Situation von gestern eingefallen. Mein Kollege Lars meinte, wir sollten unten was essen gehen „Nicht immer Kantine, meinte er zu mir.“ Also sind wir rüber auf den Kirchplatz, wo einige Imbisse sind. Natürlich fing die Diskussion an, wer was essen will. Salat oder Pommes, Wurst oder Fisch. Was aßen wir? Ungarisch!? Du würdest dich wundern, was für ein kleiner, sauberer und super Imbiss das ist!? Ich denke das wird zu meinem absoluten Favoriten!? Das Szegediener Gulasch war der Hammer, käme mir jetzt übrigens auch gelegen... bei dem Kater esse ich immer gerne scharf um die abgestorbenen Sinne neu zu wecken!? Doch warte, ich red hier rum und die Geschichte is noch nicht einmal angefangen!!! Ich habe mich eigentlich einwenig gewundert, aber der Lars tat so, als ob es das natürlichste der Welt wäre... der hing sich ein Lätzchen um!? Kannst du dir das vorstellen??? Ich war völlig baff, aber das beste: das machten hier alle!? Nun gut, bei ner Suppe ist man lieber vorsichtig, oder? Muss im Kostümchen ja noch ne zeitlang im Büro sitzen, also zog ich mir auch so ein Lätzchen aus Papier über! Als wir also, in diesen Einweglätzchen standen und unser Mahl spachtelten kam da so ne ältere Dame daher, die sich unbedingt über diese aufregen musste... eigentlich fand ich im nachhinein diese Idee eigentlich super. Aber dat war ne Hexe, die meckerte und zeterte: wer sich so ein Ding denn freiwillig anziehen würde? Dat wäre ja aus Papier! Wieso heisst es denn Cartedli? Wer ist denn überhaupt GastroLine UG? Wer ist denn so blöde und bekleckere sich, so hol in der Birne könne doch niemand sein... und blablabla... jetzt stell dir aber vor, wie genervt alle von der Triene waren. Aber den Gott gibt es: die Alte befleckte ihre Bluse, den passenden Pullover und auch ihre Jacke blieb nicht aus!!! Du kannst Dir nicht vorstellen wie wir alle im Kanon gegrölt hatten!? Es war echt zum kieken, so doof kann doch niemand sein! Bin ich froh, dass ich dieses Lätzchen übergezogen hatte. Ich bin mal gespannt, ob sich die alte Hexe dort noch einmal blicken lässt!?“ Tja, so etwas soll ja vorkommen: und was lernen wir nu aus der Geschicht??? WAS Du nicht kennst, dass kritisiere nicht! P.S: Ich gehe dort auch oft essen, ich liebe die Palatschinken!!!! Außerdem heißt der Laden: Paprika Company, geht mal vorbei und wenn ihr reinzufällig mich vor Ort antreffen solltet lade ich euch gerne auf ne leckere Palatschinken ein : ) Dieses sagenumwobene Lätzchen habe ich auch angetroffen, ich finde es ne echt super originelle Idee. Das Cartedli!? Und wisst ihr was? Ich trag es auch

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Kindergeschichte

Lieber Lucky Als die Schulglocke läutete, warf Tim so schnell er konnte, alle Hefte, Stifte und Bücher in seinen Rucksack und lief aus der Klasse. Der Vormittag war ihm endlos erschienen und er konnte sich an nichts erinnern, was Frau Holz gesagt hatte. Tim rannte bis zur nächsten Ecke, damit Chris ihn auf keinen Fall einholen konnte. Heute wollte er sich nicht mit seinem besten Freund treffen. Tim musste sich endlich Klarheit verschaffen. In seinem Kopf und in seinem Bauch saß seit drei Tagen ein ganz seltsames Gefühl, und dieses Gefühl hüpfte immer von oben nach unten. Mal sagte sein Kopf: „Ist alles nur Einbildung, halb so schlimm,“ dann murmelte sein Bauch: „Da stimmt was nicht, ganz und gar nicht.“ Heute hatte sein Bauch keine Ruhe gegeben. In der Pause konnte er noch nicht einmal sein Butterbrot essen, beim ersten Bissen war ihm schlecht geworden. Er wartete an der Ampel und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Heute war Donnerstag, der vierzehnte Mai. Bis zu seinem zehnten Geburtstag am Sonntag dauerte es noch drei Tage, Zeit genug, dass alles gut werden konnte. Bevor Tim in seine Strasse einbog, blieb er an der Ecke stehen und schloss die Augen. Sein Herz klopfte wie verrückt. Tim flüsterte: „Bitte, bitte lieber Lucky, sei jetzt auf der Wiese.“ Er ging um die Ecke und hielt den Blick gesenkt. Sein Haus war das vierte auf der rechten Seite der Siedlung. Vor jedem Haus leuchtete ein Rasenstück hinter einem niedrigen Holzzaun. Beckers Gartenzwerge glitten an seinen Augen vorbei, dann Wittlers Rosenbusch und noch immer hörte Tim nichts. Voller Angst schaute er auf und wusste im gleichen Moment, dass Lucky nicht auf der Wiese lag. Seit Montag hatte er nicht mehr auf ihn gewartet und wie sonst freudig gebellt, wenn Tim von der Schule kam. Der Rucksack kam ihm heute so schwer vor und in seinem Hals saß ein dicker Kloß. Frau Holle stand am Gartenzaun und sprach ihn an. „Na Timmy, dein alter Lucky schafft es wohl nicht mehr auf die Wiese, was?“ Sie meinte es sicher nicht böse, hielt ihm sogar eine Tafel Schokolade hin, doch Tim konnte nicht sprechen, er wollte keine Schokolade und tat so, als habe er die ausgesteckte Hand nicht gesehen. Frau Holle sah ihm seufzend nach. Die Wiese lag im Sonnenschein, vor der Haustür leuchteten die Stiefmütterchen im Tontopf, doch Tim erschien alles glanzlos und stumpf. Papas Auto stand in der Garagenauffahrt. Tims Knie wurden weich. Was machte Papa denn um diese Zeit zuhause? Er kam doch immer erst um fünf Uhr aus dem Büro. Tim schlich den Gartenweg entlang bis zur Tür und lehnte sein Ohr dagegen. Alles war still. Viel zu still. Mama hatte kein Radio an, sie klapperte nicht mit Töpfen und Besteck, selbst seine kleine Schwester Mia krakeelte nicht herum. Tim wünschte sich verzweifelt alle Nach-Hause-Kommen-Geräusche herbei, als die Tür plötzlich geöffnet wurde und er in Mamas Arme stolperte. Mama hielt ihn ganz fest und sie sprachen kein Wort. Dann kam Papa mit dem Plastikwäschekorb durch den Flur. Luckies Decke hing über den Rand und Tim hörte leises Stöhnen. Sein Herz stolperte und er bekam nicht so gut Luft. Mama ließ ihn los, strich ihm übers Haar und Tim sah ihre verweinten Augen. Mia kam angelaufen und umarmte ihren Bruder. „Lucky steht nicht mehr auf, Timmy. Ich habe ihm gesagt, er soll auf die Wiese gehen, aber er will nicht.“ Tim nickte und drückte seine kleine Schwester an sich. Mia war doch erst vier, doch ihre Angst war genau so groß wie seine. Das hörte er am Zittern ihrer Stimme. Papa setzte den Korb vor Tim auf den Boden. Lucky's Kopf lag auf den Vorderpfoten, seine Augen blickten teilnahmslos, er atmete schwer. Tim hockte sich vor ihn und streichelte sanft den Rücken und die bebenden Flanken. „Lieber, lieber Lucky,“ flüsterte er hilflos und seine Tränen fielen dem alten Dackel auf den Kopf. Lucky schniefte leise. Tim spürte, dass der alte Hund Schmerzen hatte. Er bewegte sich nicht mehr, vermied jede Anstrengung, damit der Schmerz nicht unerträglich wurde. Tim kannte das. Wenn er Zahnweh hatte, bildetet er sich auch ein, dass es besser würde, wenn er den Kopf ganz stille hielt. Papa hockte sich auf die andere Seite des Korbes. „Lucky hat einen dicken Knubbel am Bauch, Tim. Ich bin mir nicht sicher was es ist, deshalb fahre ich jetzt in die Tierklinik.“ Er schwieg einen Moment. Mia ging zu Papa und legte ihm die Arme um den Hals. „Seit gestern trinkt er auch nicht mehr, das ist kein gutes Zeichen, glaube ich.“ Tim schwieg weiter, er weinte leise und streichelte unentwegt Lucky's Kopf. Lucky hatte es immer gegeben, so lange er denken konnte. Als kleiner Junge hatte er mit ihm auf der Wiese herumgetollt, als Tim in die Schule kam, hatte Lucky morgens an seiner Tür gekratzt, noch bevor Mama ihn wecken kam, und als Mia im Kinderwagen lag, lag Lucky daneben und ließ niemanden an sie heran. Im Herbst rannte er mitten in die Blätterhaufen hinein, schnupperte an jedem Mauseloch und im Frühling wühlte er mit Vorliebe in den Maulwurfshügeln. Er kam sich so gerne wie ein richtiger Jagdhund vor und wedelte vor Freude mit dem Schwanz, wenn Tim ihn lobte. Und nun lag er hier, erschöpft von Schmerzen und reagierte nicht mehr auf Tim, der ihn mehr liebte als alle seine Spielsachen und den Computer. Mama sagte: „ Lucky ist vierzehn Jahre alt, das ist sehr viel für einen Hund. Er ist ein ganz alter Hundeopa, deshalb…“ Den Satz konnte sie nicht beenden, weil sie so viele Tränen hinunter schlucken musste. Mia richtete sich auf und sah von einem zum anderen. „Ich glaube, Lucky kann einfach nicht mehr. Er hat fertig gelebt.“ Tim schaute seine kleine Schwester an. Ihr Gesicht sah ganz ernsthaft aus. Sie hat recht, dachte Tim, es ist genau so, wie sie sagt. Wenn es nur nicht so schrecklich weh tun würde. Papa konnte wohl Gedanken lesen. „Ja, es scheint so. Wir müssen uns alle an ein Leben ohne ihn gewöhnen, das ist sicher das Allerschwerste.“ Er sah Tim an. „Willst du mitfahren, Timmy?“ Erschrocken zog Tim seine Hand von Lucky's Kopf zurück. Mama rief: „Aber Stefan! Das ist doch nichts für ein Kind!“ Sie legte Tim eine Hand auf die Schulter. Tim wurde ein bisschen schwindelig. Er richtete sich auf und lehnte sich gegen die Wand. Sein Atem ging schwer. „Wenn der Tierarzt ihm nicht mehr helfen kann, gibt er Lucky eine Spritze und dann schläft er ein, oder?“ Papa nickte. Tim überlegte einen Moment. „Wenn ich es nicht aushalte, kann ich dann ins Wartezimmer gehen?“ Papa nickte wieder. Jetzt sah Tim seinem Vater ins Gesicht. „Papa, glaubst du, dass Lucky doch noch gesund werden kann?“ Sein Vater schüttelte den Kopf und Tim sah das Glänzen in seinen Augen. „Ich komme mit,“ sagte Tim mit wackliger Stimme und nahm Papas Hand. Nach den großen Ferien kam Tim aufs Gymnasium und Mia in den Kindergarten. Mia konnte nach ein paar Wochen schon ein bisschen trauern und Tim hatte zwei neue Freunde. Manchmal gingen Mia und Tim zu dem Fliederbusch am Gartenzaun und erzählten Lucky von den Ereignissen des Tages. Tim wischte die Steinplatte mit Lucky's Namen hin und wieder sauber und Mia brachte ab und zu selbst gepflückte Wiesenblumen mit. Im Herbst lag Lucky's Grab unter bunten Blättern und eines Tages schaute Tim hinaus und sagte lachend: „Das gefällt ihm bestimmt gut, da bin ich sicher.“

1 Kommentar 20.4.10 15:32, kommentieren

Schwiegermama ist noch nicht fertig, aber wenn ihr Kommentare abgebt dann schreibe ich es vielleicht

20.4.10 15:24, kommentieren

Der Hausdrache, für alle die Schwierigkeiten mit der Schwiegermama haben

In letzter Zeit mache ich mir immer mehr Sorgen um meine Ehe. Der Grund liegt nicht bei meinem Mann, sondern kriecht wie eine unhaltsame Bedrohung in unsere Ehe: durch meine Schwiegermutter. Ich war bis vor 2 Jahren der Meinung, die ganzen Geschichten über den Hausdrachen… die Witze über die „Böse Schwiegermutter”, wären nur Humbug… daher gesprochen, ohne wirklichen Grundwert; und nun, zwei Jahre später gehöre ich selbst zu den Menschen, bei denen das Wort „Schwiegermutter” ein Reizwort geworden ist und mir auch schon längst nicht mehr der Mund zum Schmunzeln steht. Für die meisten aber ist der Satz: „Ich habe Probleme mit meiner Schwiegermutter“, Stichwort zum Abwinken oder zu der Aussage: "Schwiegermutter - brauchst Du mir nichts zu erzählen, ich habe selber eine.“ Ernst genommen jedoch wird selten jemand mit diesem Problem. Auch herrscht bei uns eine wahre „Mütterlein“ Verklärtheit. Bei Stupedia habe ich die Beschreibung gefunden: Unter dem Begriff Schwiegermutter (mater schwiegris, auch geläufig als Drache) versteht man ein gemeingefährliches blutrünstiges Geschöpf. Es frisst gerne unwissende Ehefrauen, die ohne es zu wissen in die Fänge dieses Geschöpfs kommen, weswegen es auch gerne als "Schwiegertiger" bezeichnet wird. Es ist ständig auf der Jagd. Es ist ständig hungrig. Wie alle Tiere verlieren aber auch Schwiegermütter irgendwann ihre Zähne und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie einen auf die psychologische Art so richtig fertig machen. Seine Opfer lockt die Schwiegermutter gerne durch besonders ansprechende junge Männer an, welche so perfekt erscheinen, dass man sich in die Höhle des Löwen, nein, Tigers begibt. Wer sich einmal in den Klauen dieses Unwesens befindet, ist für immer verloren. Die typische Antwort auf die Frage "Was tust Du, wenn Deine Schwiegermutter auf Dich zugewankt kommt?" lautet: "Noch mal schießen!". Und ja, ich würde genauso handeln. Aber um meine Situation besser verständlich zu machen müsste ich erst die Kategorie meiner Qual bezeichnen und dann kurz an den Anfang zurück, damit mich nicht auch noch die Männerwelt missversteht und jeder einen besseren Blick bekommt, wie mich mein Hausdrache quält. Meine Schwiegermutter gehört der Kategorie: Mütter, die ihren Sohn als Mann-Ersatz herangezüchtet haben und beinhaltet auch Wesenzüge von Mütter die ihr/e Kind/er dressiert haben, ihre egoistischen Bedürfnisse zu befriedigen. Wie ich dies zu spüren bekomme? Nun… ich gehöre zu dem Prozentsatz „Üble Nachrede und Eifersucht seitens der Schwiegermutter”. Es gab viele Vorzeichen, nur war ich damals noch so naiv und gutgläubig, dass ich diese nicht sehen wollte. Und nun habe ich den Salat für meine Gutgläubigkeit. Damals vor zwei Jahren hatte sich mein Mann mit seiner Mutter wegen Missverständnissen verstritten und ich habe alles daran gesetzt um sie wieder miteinander zu versöhnen. Nein, da gab es noch etwas vorher. Als ich mit unserer älteren Tochter schwanger war hatte sie gerade ihr Mann verlassen,(zum Anmerken, der vierte; dass sagt doch auch schon viel aus). Sie hatte mehrere Kilos abgeworfen, was ihr nicht gerade schlecht kam, nur hatte sie kein Geld sich ne ganz neue Gadrobe anzulegen, daher dachte ich mir als Übergangslösung sollte sie einige meiner Klamotten nehmen, was sie natürlich mit großer Dankbarkeit auch tat. Nun, es kam die Zeit wo ich nicht mehr schwanger war, sondern glückliche junge Mutter einer gesunden Tochter, nur eben klamottenlos, da sich die liebe Dame nicht einmal daran erinnerte was sie sich „damals“ von mir ausgeliehen hätte. Na danke auch! In dieser Situation meinte mein Mann immer nur, dass sollten wir unter uns ausmachen. Und bei Gott… ich habe es versucht. Nein, sie hätte so viele Klamotten, ich müsste selbst suchen. Ach, die Sachen müssten irgendwo unter den Sommersachen sein, sie müsste mal ausmisten. Und ähnliche Ausreden waren an der Tagesordnung. Ist schon ätzend, wenn man seinen eigenen Kleidern nachlaufen muss, besonders wenn Du gerade ein Kind in die Welt gesetzt hast, ihr Enkelkind und sie steht dir so in dieser Situation gegenüber. Dann kam diese Auseinandersetzung, die bei Ihnen auf läppischen Missverständnissen beruhte. Und ich bekam einen Firmenwagen, dass ich alles ums Haus und meinem Mann beim erledigen von seinen Sachen helfen konnte. Meine Güte, ich hatte ein schlechtes Gewissen bei den neidischen Blicken die mir entgegensprühten, und auch da dachte ich mir nichts. Als ich auch noch ein Firmenhandy bekam und eine Kreditkarte fürs Tanken, war es irgendwie erreicht, ich war nicht mehr ihre liebe Kleine, sondern nur noch nicht wünschenswert. Das dauerte recht lange, diese Phase. Bis zu dem Punkt, als der Geschäftspartner seine Freundin raus warf, ein Auto frei wurde und sie dreist ihre Hand auf das Auto, die Tankkarte und das Firmenhandy legte… baff, dat war’s. Und ich sah da immer noch nicht hinter die Fassade.

1 Kommentar 20.4.10 15:22, kommentieren